Zeitzeugengespräch mit Horst Bernard

Am 19. Januar 2026 war der Zeitzeuge Horst Bernard aus Saarbrücken am RSG zu Gast. In einem sehr persönlichen und bewegenden Vortrag mit anschließender Fragerunde berichtete der 93-Jährige Schülerinnen und Schülern unserer Schule von seinem Leben unter der nationalsozialistischen Herrschaft.

Besonders eindrücklich schilderte er seine Kindheit als Sohn von Eltern, die sich im Widerstand engagierten. Bereits als kleiner Junge war er gezwungen, gemeinsam mit seiner Familie aus Deutschland zu fliehen und in Frankreich Zuflucht zu suchen. Dort erlebte er die Unsicherheit des Lebens im Exil, die Angst vor Verfolgung sowie den schwierigen Alltag fern der Heimat, schließlich auch unter deutscher Besatzung. 

Nach dem Ende des Krieges kehrte er schließlich nach Deutschland zurück und musste sich in einem Land neu orientieren, das sich im Wiederaufbau befand und in dem die meisten Täter unbehelligt ihr Leben weiterführten.

Mit großer Offenheit sprach Horst Bernard über die Belastungen, aber auch über die prägenden Erfahrungen dieser Zeit und beantwortete im Anschluss interessante Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Während der anschließenden Projekttage setzte sich eine Projektgruppe intensiv mit seiner Lebensgeschichte auseinander. Als Ergebnis entstand ein kurzer Film über sein Leben, der künftig an unserer Schule zur Verfügung stehen und auch zukünftigen Jahrgängen einen persönlichen Zugang zur Geschichte von Horst Bernard ermöglichen wird.