Leben(s)Wert – eine ästhetische Auseinandersetzung mit den T4-Morden

LEBENS.WERTEin dokumentarisch-biographisches Theaterstück
der Kurse Darstellendes Spiel 11 des RSG

1.343 Menschen aus dem Saarland wurden im Nationalsozialismus im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ ermordet

1.343 Leben, die als „lebensunwert“ erklärt wurden.

1.343 Hoffnungen – ausgelöscht durch eine Ideologie, die den Wert eines Menschen berechnete und kategorisiert in Listen eintrug.

1.343 schlagende Herzen, atmende Lungen, staunende Augen – systematisch vernichtet.

Das Stück Leben(s)Wert wollte diesen Schicksalen Raum zu geben – Raum für Erinnerung und für Stimmen, die zum Schweigen gebracht wurden. Stellvertretend erinnerten die Schülerinnen und Schüler der beiden DS-Kurse 11 in ihrer Aufführung am 10.01.2026 an Marlies Löb (10) und Annemarie Speth (15), beide aus dem Kreis Saarlouis, beide Opfer der nationalsozialistischen Euthanasiemorde.

In beeindruckenden atmosphärischen und emotionalen Bildern, Texten und Choreographien reflektierten die Spielenden jedoch nicht nur die Vergangenheit, sondern richteten den Blick auch auf die Gegenwart und stellten unbequeme Fragen: Was legitimiert die Bewertung eines Lebens? Wo beginnt Verantwortung? Und wann wird Schweigen zur Schuld?

Mögen wir uns erinnern:

Leben ist nicht verhandelbar.
Leben ist immer Leben(s)Wert!
und die Würde des Menschen ist unantastbar – JEDES Menschen!